
Ein Abend zwischen Schienen, Schatten und stillen Klängen Ein Ausflug an einen Ort wo die Vergangenheit und die Gegenwart aufeinandertreffen!
Ein Abend zwischen Schienen, Schatten und stillen Klängen
Donnerstagabend, 26. Februar 2026. Die Luft war klar, der Himmel dunkel, als sich zwölf Fotografen/innen hinter dem Bahnhof St. Gallen versammelten. Ziel: die Lokremise und das angrenzende Güterbahnhofareal – ein Ort, an dem Vergangenheit und Gegenwart aufeinandertreffen, wo industrielle Strukturen auf kulturelle Nutzung treffen und wo das Licht der Stadt auf die Dunkelheit der Nacht trifft.
Unser erster Halt führte uns zur Lokremise, jenem markanten Runddepot, das einst Dampflokomotiven beherbergte und heute als pulsierendes Kulturzentrum dient. Theater, Kino, Kunst – doch in dieser Nacht war es etwas anderes: Kulisse für eine fotografische Entdeckungsreise. Die industrialle Architektur, die schmalen Gänge zwischen den Gleisen, die hohen Hallen – alles bot reichlich Motive für jene, die das Besondere im Alltäglichen suchen.
Doch das wahre Abenteuer begann erst jenseits des beleuchteten Kulturzentrums. Wir wagten uns tiefer ins Güterbahnhofareal vor, wo die Zeit langsamer zu vergehen schien. Zwischen verlassenen Gleisen, rostigen Containern und vergessenen Ecken stiessen wir auf ein besonders eindrückliches Bild: ein altes Klavier, frei unter dem Nachthimmel stehend, als wäre es vergessen worden – oder absichtlich dort platziert, um gefunden zu werden. Ein stiller Zeuge vergangener Zeiten, nun Teil unserer fotografischen Erzählung.
Die Appenzeller Bahn, die in regelmässigen Abständen durch das Areal fuhr, bot uns die Möglichkeit für Langzeitbelichtungen. Die Lichtspuren der Züge zogen sich wie leuchtende Bänder durch die Dunkelheit, kontrastierten mit den starren Strukturen der Industrie und verliehen den Bildern eine dynamische Spannung. Es war ein Spiel aus Bewegung und Stillstand, aus Licht und Schatten – genau das, was solche Night Walks ausmacht.
Am Ende des Abends waren nicht nur Speicherkarten gefüllt, sondern auch die Sinne geschärft. Der Güterbahnhof von St. Gallen, oft übersehen, entpuppte sich als ein Ort voller Geschichten – wartend darauf, durch das Objektiv neu erzählt zu werden.
Vielen herzlichen Dank lieber Willy, Fredi und Roman für Euere Bilder!
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